Standard-CRMs wie Salesforce, HubSpot und Pipedrive sind für alle gebaut – und damit für niemanden perfekt. Ihr Vertriebsprozess ist einzigartig, und ihn in eine starre Vorlage zu pressen kostet Zeit, Abschlüsse und die Akzeptanz im Team.
Das Problem mit Standard-CRMs
Jedes kleine Unternehmen, mit dem wir sprechen, nennt dieselben Klagen: Man nutzt nur 20 % dessen, was man bezahlt, das Team hasst die Datenerfassung, weil sie nicht zur eigenen Verkaufsweise passt, und die Anpassung des Werkzeugs kostet mehr als das Abo selbst.
Die Ironie: Die verbreitetsten CRMs wurden für große Konzernvertriebe entworfen – nicht für ein Zehn-Personen-Unternehmen, das Dienstleistungen verkauft, oder einen Hersteller mit 25 Mitarbeitenden, der Händlerbeziehungen pflegt. Die Funktionen, die Sie brauchen, liegen unter Dutzenden begraben, die Sie nie nutzen werden.
Europäische Unternehmen haben zusätzliche Anforderungen: Vorgaben zur Datenhaltung nach der DSGVO, Mehrsprachigkeit und Preise in Euro oder Pfund statt in Dollar. Standardwerkzeuge aus den USA behandeln das häufig als Nachgedanken – hier ein Sprachpaket, dort ein Häkchen für den Hosting-Standort.
Was ein individuelles CRM wirklich löst
Wenn wir ein CRM bauen, beginnen wir damit, Ihren Vertriebsprozess genau zu erfassen – vom ersten Kontakt bis zum Abschluss. Wir setzen uns mit Ihrem Team zusammen, sehen zu, wie es arbeitet, und verstehen, welche Informationen für Ihr Unternehmen wirklich zählen.
Das Ergebnis ist ein Werkzeug, das das Wesentliche erfasst und nichts darüber hinaus. Hat Ihr Vertriebszyklus fünf Phasen, bekommen Sie fünf Phasen. Erfasst Ihr Team bei Neukunden andere Dinge als bei Bestandskunden, bildet das System das selbstverständlich ab. Automatische Erinnerungen, individuelle Berichts-Dashboards und Anbindungen an vorhandene Werkzeuge – E-Mail, Kalender, Rechnungsstellung – sind von Tag eins eingebaut.
Wir haben individuelle CRM-Systeme gebaut für ein Logistikunternehmen in Belgien, das Sendungen neben Kundenbeziehungen verfolgen musste, eine Beratung in Irland, die Freigabeprozesse vor dem Versand von Angeboten brauchte, und einen Softwarehändler in Deutschland, der Preise in mehreren Währungen in den Kundendatensätzen benötigte. Nichts davon war ohne Anpassung möglich – und kein Standardwerkzeug konnte es ohne teure Zusatzmodule.
Der echte Kostenvergleich
Für die meisten Unternehmen mit 10 bis 50 Nutzern rechnet sich ein individuelles CRM innerhalb von 12 bis 18 Monaten. Ein einfacher Vergleich:
Nehmen Sie ein Team von 20 Personen, das 50 € pro Nutzer und Monat für ein CRM der mittleren Klasse zahlt. Das sind 12.000 € pro Jahr. Über drei Jahre 36.000 € – und Sie besitzen weiterhin nichts. Sie mieten Zugang zu Software, die nicht für Sie gebaut wurde.
Ein individuelles CRM für dasselbe Unternehmen kostet üblicherweise 15.000 € bis 25.000 € als einmalige Investition. Mit jährlicher Wartung von 2.000 € bis 3.000 € liegt die Summe über drei Jahre bei 21.000 € bis 34.000 € – und das System gehört vollständig Ihnen. Ihre Daten bleiben Ihre. Ihre Funktionen bleiben Ihre. Keine Preiserhöhungen, keine Tarifabstufungen, keine Anbieterabhängigkeit.
Der Vorteil bei der Akzeptanz
Der wichtigste Grund, warum individuelle CRM-Projekte gelingen, wo Standardlösungen scheitern: Ihr Team nutzt sie wirklich. Das klingt banal, ist aber die häufigste Fehlerquelle, die wir sehen – Unternehmen, die Salesforce bezahlt haben und sechs Monate später bei 40 % Nutzung stehen, weil niemand sich in ein System einloggen will, das gegen seine Arbeitsweise arbeitet.
Weil ein individuelles CRM der bestehenden Arbeitsweise folgt, gibt es keine Umstellungsphase. Keine Schulungsvideos zu Funktionen, die Sie nie nutzen. Keine Behelfslösungen, weil das System Ihre Auftragsarten nicht kennt. Das Werkzeug arbeitet so, wie das Team arbeitet – und die Akzeptanz kommt von selbst, weil es die Arbeit leichter macht, nicht schwerer.
Wann ein Standard-CRM weiterhin sinnvoll ist
Nicht jedes Unternehmen braucht ein individuelles CRM. Wenn Ihr Vertriebsprozess einfach und üblich ist, wenn Sie weniger als fünf Personen sind oder gerade erst Ihre Verkaufsweise erproben, ist ein Standardwerkzeug der richtige Anfang. Der kostenlose Tarif von HubSpot und der Einstiegstarif von Pipedrive sind für junge Unternehmen wirklich gut.
Der richtige Zeitpunkt für ein individuelles CRM ist, wenn die Behelfslösungen beginnen. Wenn Ihr Team eine separate Tabelle führt, weil das CRM etwas Wichtiges nicht erfassen kann. Wenn Berichte manuelle Exporte und Nachbearbeitung erfordern. Wenn neue Mitarbeitende sagen, das System sei nicht nachvollziehbar. Das sind die Zeichen, dass Sie dem Standardwerkzeug entwachsen sind.
Der Einstieg
Ein individuelles CRM muss nicht in einem Zug entstehen. Üblicherweise beginnen wir mit dem Kern – Kontakte, Abschlüsse und Pipeline – und ergänzen Automatisierung, Berichte und Anbindungen in weiteren Etappen. Das hält die Anfangsinvestition überschaubar und gibt Ihrem Team Zeit, sich einzufinden.
Wenn Sie mehr als 8.000 € pro Jahr für ein CRM zahlen, das Ihr Team nicht voll nutzt, lohnt sich ein Gespräch darüber, ob eine eigene Lösung für Sie sinnvoller ist.
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